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ArlbergEnergie
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Wärmeservice
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Chronik.

Des EWA.
  • 1907 erste elektrische Stromerzeugung des E-Werkes St. Anton mit einer kleinen Kraftanlage an der Rosanna 
  • 1921 Bau des Krafthauses an der Rosanna (KW Moosbach), Ortsversorgung mit Freileitung und Mast-Trafos 
  • 1928 Eröffnung Verkaufsgeschäft mit Installationsbetrieb
  • 1952 Beginn der unterirdischen Netzverkabelung 
  • 1953 Stromlieferungsvertrag mit der TIWAG
  • 1962 Erstellung einer neuen Betriebssatzung mit Neuorganisation des E-Werkes St. Anton
  • 1966 Inbetriebnahme Dieselaggregat 1000 PS
  • 1984-85 Bau Kraftwerk Rosanna
  • 1999 Umgründung E-Werk St. Anton in EWA Energie- und Wirtschaftsbetriebe der Gemeinde St. Anton GmbH mit den Einbringungen:
    1999 Wasserversorgung
    2002 Kanal, Müll/Wertstoffhof, Deponien
    2005 Bauhof
  • 2003-05 Bau KW Kartell
  • 2011 Umsetzung eines funktionalen Organisationskonzeptes zur Schaffung eines effizienten Serviceunternehmens
  • 2014 Marke Arlberg Strom
  • 2017 Plattform ArlbergEnergie

 
Alles begann 1907

Mit der Entscheidung des Gemeinderates im Jahr 1907 zum Aufbau der gemeindeeigenen Stromversorgung und -erzeugung wurde der Grundstein zur heutigen EWA St. Anton gelegt. Bereits 1907 wurden durch ein 20-kW-Wasserkraftwerk Gastronomiebetriebe der Gemeinde St. Anton mit elektrischer Energie versorgt. 1940 umfasste die Versorgung das Gebiet von Gand bis St. Christoph mit 247 Gebäuden. Derzeit betreibt die EWA drei Speicherseen und drei Wasserkraftwerke mit fünf Maschinensätzen. Dieser Maschinenpark sichert in der Gemeinde St. Anton ganzjährig die Energieversorgung sowie Leistungsbereitstellung und trägt wesentlich zur Wirtschaftskraft des Gemeindebetriebs EWA St. Anton bei. 

Vorausschauend auf den zukünftig erhöhten Energiebedarf wurde in der Region Stanzertal ein richtungsweisendes neues Projekt, das Wasserkraftwerk Stanzertal unter Beteiligung der Anrainergemeinden und Einbindung von Energie-versorgungsunternehmen, somit auch der EWA, dass die komplette Überwachung und Betriebsführung übernimmt in Angriff genommen. Im Wasserkraftwerk Stanzertal werden jährlich 52,2 Mio. Kilowattstunden erzeugt und somit können zirka 14.000 Haushalte mit Strom beliefert werden. Durch die Beteiligung der EWA am Wasserkraftwerk Stanzertal werden die energiewirtschaftlichen Möglichkeiten der EWA in Zukunft noch weiter verbessert. 

Durch ihre Rückhaltefunktion tragen die Wasserspeicher wesentlich zur Sicherung des Lebensraumes „oberes Stanzertal“ bei. Die großen Geschiebemengen, die insbesondere bei Schlagwettern in die Seebecken eingetragen werden, stellen eine besondere betriebliche Herausforderung dar. 

Die von der EWA erzeugte bzw. im Winter bei Bedarf zugekaufte elektrische Energie wird bedarfsgerecht über das mit unterschiedlichen Spannungen betriebene EWA Verteilnetz vom Generator/Übergabepunkt bis hin zu jedem einzelnen Stromkunden verteilt.

Je Zählpunkt wird die gelieferte Energie durch geeichte Zähler erfasst und entsprechend dem gewählten Tarif abgerechnet. Der aufgrund einer gesetzlichen Änderung erforderliche Austausch der vorhandenen Stromzähler gegen fernauslesbare „Smart Meter“ wird entsprechend den gesetzlichen Vorgaben umgesetzt. Es ist bereits absehbar, dass mit dieser Technologie neue Stromprodukte (Tarife) möglich werden, deren Komplexität deutlich über heutigen Modellen liegen wird. Die EWA wird sich den damit verbundenen Herausforderungen stellen und diese bewältigen. 

Versorgungssicherheit durch übergeordnete Steuerung

5 unabhängige Maschinensätze in 3 Kraftwerken werden übergeordnet zentral gesteuert und erlauben so ein perfektes Lastenmanagement. Über schnelle Profibus- Verbindungen werden aktuelle Schwankungen ausgeglichen. Im Falle einer Netzentkupplung des Landesnetzes werden – je nachdem, ob ein Wirkleistungsüberschuss oder ein Wirkleistungsdefizit besteht – Maschinensätze oder Abzweige ausgeschaltet. So stehen Sie als Kunde der EWA St. Anton immer zu 100% unter Strom.

Kraftwerk Moosbach 

Mit dem koordinierten Ausbau der Nutzung von Wasserkraft im Gemeindegebiet St. Anton wurde 1921 mit dem Bau des Kraftwerks Moosbach begonnen (125 kW). Ergänzend wurde zur Bedarfsspitzenabdeckung auch ein Dieselgenerator mit 59 kW betrieben. Die Ortsversorgung erfolgte über Freileitungen und Masttrafos. Bereits wenige Jahre nach Inbetriebnahme des ersten Generators wurde ein zweiter Maschinensatz mit 125 kW in Betrieb genommen. Aufgrund weiteren Bedarfswachstums wurde 1936 die Anlage um einen Maschinensatz mit 400 kW und einen Dieselgenerator mit 150 kW erweitert. 1939 lag die Engpassleistung des Kraftwerks bei einer Fallhöhe von ca. 250 m im Winter bei 260 kW und das Jahresarbeitsvermögen bei 0,9 GWh. Durch die Bewirtschaftung eines Tagesspeichers (ca. 4 000 m3) konnte bereits 1939 die Stromproduktion auf den täglichen Verbrauchsgang abgestimmt werden. 

1966 wurde ein stärkerer Dieselgenerator (600 kW) in Betrieb genommen. 1970 lag die gesamte verfügbare Produktionskapazität der gemeindeeigenen Stromerzeugung bei ca. 1,8 MW bzw. 7,8 GWh, der ein Spitzenbedarf von ca. 2,7 MW gegenüberstand. Dieser Mehrbedarf konnte nur über Zukäufe gedeckt werden.

Kraftwerk Rosanna

Zur Abdeckung des Energie- und Leistungsbedarfs wurde 1981 vom Gemeinderat St. Anton am Arlberg der Beschluss gefasst, ein weiteres Kraftwerk an der Rosanna zu bauen. Dieses wurde 1985 fertiggestellt.

Der Speicher Ferwall (Verwall) mit einem Arbeitsvolumen von ca. 225 000 m3 und einem Stauziel von 1 477 m. ü. A. wurde durch den Bau einer 31 m hohen Talsperre geschaffen und stellt heute ein beliebtes Ausflugsziel dar. Nach dem Transport des Wassers über ein ca. 4,5 km langes, unterirdisches Rohrleitungssystem wird dieses im Krafthaus Rosanna abgearbeitet (Ausbauleistung: 1,7 MW; Bruttofallhöhe bei Vollstau: 157 m; Jahresarbeitsvermögen: ca. 11,5 GWh, davon 4,5 GWh im Winter). Nach Inbetriebnahme konnte der Jahresbedarf in der Gemeinde in Höhe von ca. 16 GWh vollständig durch das Jahresarbeitsvermögen von ca. 19 GWh abgedeckt werden.

Durch die Errichtung des Kraftwerkes Rosanna in den Jahren 1984/85 und der Stauzielerhöhung durch Einbau eines Rollschützes im Jahre 1988 wurde dem stark steigenden Bedarf an elektrischer Energie in den 80er Jahren Rechnung getragen. Das Jahresarbeitsvermögen des KW Rosanna hat sich durch den Bau des KW Kartell von 12,5 GWh auf 15 GWh erhöht. 

Kraftwerk Kartell

19 Jahre nach Baubeschluss des Kraftwerkes Rosanna wiederholte sich die energiewirtschaftliche Situation der 80er Jahre des vorigen Jahrhunderts. Die Entwicklung des Tourismus verursachte eine dynamische Bautätigkeit – der gesteigerte Energiebedarf konnte nur mehr über Zukäufe gedeckt werden.

Am 9. Dezember 2002 wurde im Gemeinderat einstimmig der Beschluss zum Bau des Kraftwerks Kartell gefasst. Das Investitionsvolumen inkl. Vorprojektskosten belief sich auf ca. 40 Mio. €. Das Bauvorhaben wurde 2005 fertiggestellt. Der Speicher Kartell mit einem Arbeitsvolumen von ca. 8 Mio. m3 und einem Stauziel von 2 020 m ü. A. wurde durch den Bau einer 60 m hohen Talsperre geschaffen. 

Nach dem Transport des Wassers durch einen ca. 4,8 km langen Tunnel inkl. Druckrohrleitung wird es im Krafthaus Kartell „abgearbeitet“ (Ausbauleistung: 2 x 4 MW; Bruttofallhöhe bei Vollstau: 535 m; Jahresarbeitsvermögen: ca. 30 GWh, davon 13 GWh im Winter). 

Beteiligung Wasserkraftwerk Stanzertal

Nach erfolgtem einstimmigem Beschluss der 6. Generalversammlung der Wasserkraft Stanzertal GmbH am 20.02.2013 zur Realisierung des Bauvorhabens startete dieses am 16.03.2013 mit einer Spatenstichfeier. Das Investitionsvolumen wird sich entsprechend der derzeitigen Planung auf ca. 52 Mio. € belaufen. Das Vorhaben soll bis 2015 fertiggestellt sein. Das Wasserkraftwerk nutzt einen Teil des Abflusses der Rosanna zur umweltschonenden Stromerzeugung.

Nach Transport des Wassers durch einen ca. 5,3 km langen Tunnel inkl. Druckrohrleitung wird es im Krafthaus WKW Stanzertal „abgearbeitet“ (Engpassleistung: 13,5 MW; Bruttofallhöhe: 141 m; Jahresarbeitsvermögen: ca. 52 GWh, davon 13 GWh im Winter).

 Die EWA ist an der Wasserkraft Stanzertal GmbH mit 11% beteiligt (http://www.wkw-stanzertal.at/). Über ein innovatives Geschäftsmodell wurde es den Anliegergemeinden St. Anton am Arlberg, Pettneu, Flirsch und Strengen ermöglicht, sich direkt an der Kraftwerkserrichtungsgesellschaft zu beteiligen.

Stromverteilung

St. Anton hat zwar nur 2600 Einwohner, stellt aber mit bis zu 20 000 sportbegeisterten Besuchern pro Tag die versorgungstechnischen Anforderungen einer mittleren Kleinstadt an Strom und Infrastruktur. Um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten, ist ein leistungsstarkes Netz unerlässlich. Seit der Inbetriebnahme des Wasserkraftwerks Kartell und der damit verbundenen Leistungserhöhung ist es der EWA möglich, spannungsgeregelte Energie zu liefern und den Bedarf zu jeder Zeit sicherzustellen.

Mit einer wesentlichen Voraussetzung dafür ist die Netzwarte, deren Personal rasch und kompetent auf plötzliche Laständerungen reagiert und erforderliche stabilisierende Maßnahmen einleitet. So ist es beispielsweise seit Bau des KW Kartell möglich, die Abnehmer im Gemeindegebiet auch bei einem landesweiten Blackout mit Strom zu beliefern (Schwarzstartmöglichkeit und Inselbetrieb). Die Netzwarte stellt die Schaltzentrale des EWA-Verteilnetzes dar, welches vom Umspannwerk St. Jakob bis zum Krafthaus Kartell und vom Gampen bis zum Rendl reicht. In den 1920er Jahren prägten Freileitungen und Masttrafos das Erscheinungsbild der Stromverteilung im Ortsgebiet. Damit das Verteilnetz auch weiterhin die ständig wachsenden Anforderungen hinsichtlich Energie-/Leistungstransport erfüllen kann, sind dessen technische Einrichtungen laufend zu erneuern, an die geänderten Anforderungen anzupassen und in geringem Umfang auszubauen. Insbesondere der wachsende Energiebedarf und die Anforderungen an deren Qualität (Frequenz- und Spannungshaltung) erfordern einen hohen Mitteleinsatz in Bezug auf die Netzkapazität und die Netzregelungstechnik zur Steuerung des Lastmanagements. Diese Unabhängigkeit sowie die Möglichkeit zur eigenständigen Tarifgestaltung stellen wesentliche Pluspunkte der EWA-Stromversorgung für St. Anton dar.